Chefinfo Magazin 9-23

MANAGEMENT FOTOS: IVAN BAJIC / ISTOCK / GETTY IMAGES PLUS, MS-FOTOGROUP stroblbinder.at see our work at Karl „Charlie“ Frauscher, Jahrgang 1952, ist ein Texter und Konzeptionist der alten Schule. Er kreierte für Hartlauer den immer noch aktuellen Claim „Tigern Sie zum Löwen“ und ist für unzählige erfolgreiche Kampagnen mitverantwortlich. „Kreativität ist eine Frage des Muts. Das galt früher und gilt heute umso mehr“, sagt Frauscher. Heute geht es um Klicks, um Likes und nicht mehr um Ästhetik. Die Leistung der Kreativen werde nicht mehr honoriert, Botschaften werden austauschbarer und man ist wieder bei den Marktschreiern des Mittelalters angekommen. Den Einzug der künstlichen Intelligenz in die Kreativwelt sieht er aber positiv: „AI ist ein Sparringspartner. Sie kann helfen, zusätzliche Aspekte zu einem Produkt zu generieren. Aber im Vordergrund muss die Idee stehen. In dieselbe Kerbe schlägt Branchensprecher und Inhaber der Agentur C+M Christof Schumacher: „Maschinell reproduzierte Kreativität wird gewisse Aufgaben besser und schneller als Agenturen erledigen können. Wenn es aber um empathische Lösungskompetenz als Kreativleistung geht, ist der Mensch unersetzbar“, sagt Schumacher. Kollaboration zählt mehr Lukas Binder, Co-Gründer der jungen Linzer Agentur stroblbinder, sieht die Agenturbranche im Wandel in Richtung überschaubare Einheiten, KI als Sparringspartner AGENTUREN. Die Kreativdienstleister haben gelernt, mit neuen Technologien umzugehen. Künstliche Intelligenz wird entgegen mancher Erzählungen positiv aufgenommen und ist bereits im Einsatz. TEXT: Klaus Schobesberger Lukas Binder stroblbinder, Linz KI verstärkt den Wandel, weil Prozesse auf ganz verschiedenen Ebenen neu gestaltet werden. Ô Clemens Strobl (links) und Lukas Binder leiten die Agentur stroblbinder in Linz und setzen auf Kollaboration statt auf Größe.

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