9/2023 | CHEFINFO | 85 MANAGEMENT MANAGEMENT In der Hosentasche eine Kamera und das passende Symbolbild nur wenige Klicks entfernt. Das Smartphone und die KI sind die Feinde der Berufsfotografie – so zumindest die Annahme. Doch die Realität ist häufig komplexer als die Dystopien, die beschworen werden. Die Zahl der professionellen Fotografen steigt nämlich in Oberösterreich. 1.800 gehen diesem Beruf hierzulande nach. „Dies spiegelt den ständig wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertiger Fotografie wider“, sagt Innungsmeister der OÖ Berufsfotografen Martin Dörsch. Demokratisierung der Fotografie „Jeder, der eine Kamera hat, kann fotografieren, und jeder, der fotogra- fiert, ist Fotograf“, so bringt es Diplomfoto- graf Oliver Erenyi auf den Punkt. Die Ge- schichte der Hobbyfoto- grafie ist lange: Bereits im späten 19. Jahrhundert wurde begonnen, einen Massenmarkt für Kameras zu erschließen. Eine wahre Revolution bedeutete die Integration von Digitalkameras in Mobiltelefone. Heute ist der spontane Schnappschuss für die meisten lediglich einen Griff in die Hosentasche Perspektivenwechsel in der Fotografie BERUFSFOTOGRAFIE. Zuerst die Massenzugänglichkeit der Fotografie durch Mobiltelefon- kameras und nun der kometenhafte Aufstieg KI-generierter Bilder. Steckt die Werbe- und Businessfotografie in einer Krise oder braucht es nur einen neuen Blickwinkel? TEXT: Michael Schwarz, Klaus Schobesberger KI Ô FOTOS: XEBECHE / MONSITJ / ISTOCK / GETTY IMAGES PLUS, HERMANN WAKOLBINGER 84 | CHEFINFO | 9/2023 Hermann Wakolbinger Berufsfotograf Aufhalten lässt sich der Trend nicht, man muss nur damit umgehen lernen. KI ist für mich ein Werkzeug, wie es die Kamera ist.
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