„Es war nie mein Plan, den Weg der Sicherheit zu gehen“ Das Team hat klare Ziele: „Ich bin kein Freund eines Businessplans, weil man finanziell nie abschätzen kann, wie es wirklich werden wird. Es ist aber trotzdem wichtig, eine Leitschnur zu haben, weil man wissen muss, wohin man will, und man eine Art Fahrtrichtung braucht. Gerade wenn man zu dritt ist, ist es zentral, weil jeder vielleicht andere Ziele hat. Man muss sich akkordieren.“ Und man muss vorbereitet sein. Was ist, wenn DoPetMe plötzlich durch die Decke geht? „Wir haben vorgesorgt. Wir haben ein kleines Lager. Das ist zwar ein Kostenfaktor, aber wir könnten innerhalb von einer Woche ca. 1.000 Katzenhäuser produzieren.“ DoPetMe scheint für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Obwohl Bader-Eggers Kompagnons anfangs von Unternehmertum nicht restlos überzeugt waren, ziehen nun alle an einen Strang. Den Reiz der Selbstständigkeit definiert der Geschäftsführer so: „Es ist nicht meine Welt, 40 Jahre lang in einem Job zu sein und sich 40 Jahre darüber zu beschweren. Ich will Selbstbestimmung statt Jammern. Es war nie mein Plan, den Weg der Sicherheit zu gehen. Mein Ziel ist die finanzielle Freiheit. Selbstständigkeit heißt eben auch, alles selbst in der Hand zu haben. Das ist der Punkt.“ Zu diesem Mindset kam der 26-Jährige durch viele Bücher: „Bücher, die mein Denken geprägt haben.“ Ein Denken, das er weitergeben will: „Ich habe dazu selbst zwei Bücher geschrieben: Das neueste heißt: ,Es liegt an dir‘.“ Ein Buchtitel, der sich wie kaum ein anderer dafür eignet, eine Story über Gründer auf den Punkt zu bringen. n 26 | CHEFINFO | 9/2023 COVERSTORY FOTO: ANYABERKUT / ISTOCK / GETTY IMAGES PLUS Rechnet sich das? Vor jeder Gründung sollte der Finanzplan mit einem Experten durchgerechnet werden. ANZEIGE FOTO: HASCH UND PARTNER RECHTSANWÄLTE GMBH Anlässlich der bevorstehenden Einführung der Flexiblen Kapitalgesellschaft (FlexKapG bzw. FlexCo) sprachen wir mit den Rechtsanwälten DDr. Alexander Hasch und Mag. Johannes Wolfgruber, MBA von HASCH UND PARTNER Rechtsanwälte GmbH. Was ist die neue FlexCo? Hasch: Die FlexCo stellt eine neue Gesellschaftsform dar, die Elemente der GmbH sowie der Aktiengesellschaft vereint. Sie bietet dadurch für Gründer und Startups eine deutlich größere Flexibilität und breitere Einsatzmöglichkeiten. Welche Erleichterungen gibt es? Wolfgruber: Hervorzuheben ist die dauerhafte Herabsetzung des Mindeststammkapitals auf 10.000 Euro. Die Übertragung von Geschäftsanteilen soll in Form einer notariellen oder anwaltlich errichteten Privaturkunde erfolgen; ein Notariatsakt ist nicht mehr erforderlich. Die Beschlussfassung der Gesellschafter wird ebenfalls deutlich modernisiert. Bei schriftlichen Umlaufbeschlüssen müssen nicht mehr sämtliche Gesellschafter zustimmen und auch der Einsatz digitaler Signaturen wird erleichtert. Welche steuerlichen Vorteile bietet die FlexCo? Hasch: Steuerliche Vorteile bietet eine neue Form der Mitarbeiterbeteiligung mittels sogenannter UnternehmenswertAnteile. Durch einen Steueraufschub soll es erst bei der Veräußerung der Anteile durch den Mitarbeiter zur Besteuerung der Veräußerungsgewinne aus der Kapitalbeteiligung kommen. Die ersten 75 Prozent sollen zum Kapitalertragssteuersatz von 27,5 Prozent und erst die restlichen 25 Prozent zum progressiven Regelsteuersatz besteuert werden. Auch die jährliche Mindestkörperschaftsteuer wird auf 500 Euro reduziert werden. www.hasch.eu Flexible Kapitalgesellschaft DDr. Alexander Hasch und Mag. Johannes Wolfgruber bezahlte Anzeige Foto: iStock/co eekai INDUSTRIELAND OÖ ERSTMALS UNTER DEN TOP IN DER EU. Oberösterreich ist erstmals unter die Top 20 der Industrieregionen der EU aufgestiegen. Damit zählt unser Bundesland zu Spitzenaufsteigern des aktuellen RCI-Industrieregionen-Rankings der EU. Mit diesem Rückenwind wollen wir Oberösterreich im Wettbewerb der Regionen noch weiter voran bringen: Denn nur so können Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land erhalten und ausgebaut werden. Mehr Infos: www.wirtschaftslandesrat.at
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